Originaltitel: Star Wars: Episode 1 - The Dark MenaceUSA 1999Regie: George Lucas![]() Thanks to cinema Heft 3/99Drehbuch: George LucasKamera: David Tattersall (Cinemascope)Darsteller: Liam Neeson, Ewan McGregor, Natalie Portman, Jake Lloyd, Pernilla August, Frank Oz, Ian McDiarmid, Anthony Daniels, Kenny Baker, Terence Stamp, Samuel L. JacksonDa ist er also, der Anfang dieses gigantischen Projekts, das vor 22 Jahren mit dem vierten und einfach Star Wars genannten Teil begonnen hat und nun noch nicht einmal zur Hälfte fertiggestellt ist. Viel ist geschrieben worden, das meiste über die begleitende PR-Maschinerie, die Knebelverträge des Verleihs und die ebenso monströsen Zuschauerzahlen (die sich nicht zwangsläufig aus dem Werbeetat erklären lassen, viele Kritiker vergessen das immer). Die ersten regulären Vorstellungen gab es am Starttermin bereits eine Minute nach Mitternacht, enorm viele Menschen wollten sich den Film möglichst schnell ansehen. Und die haben dem Film den Ruf verpaßt: naja, viele Tricks und Ballereien, aber so toll nicht, die anderen Teile waren besser. Das Problem des Films ist, daß er sich zwar "1. Episode" nennt, aber eigentlich eine Fortsetzung ist. Alles in dem Film bezieht sich auf bereits Bekanntes: die Figuren, die Roboter, die Laserschwerter, die Weltraumverfolgungsjagden, die Tummelplätze exotischer Alienrassen. Insofern zeigt der Film die typische (nicht zwangsläufige) Schwäche von Fortsetzungen: am Vorbild kleben, es rein quantitativ übertrumpfen wollen, aber um Gottes Willen kein Schritt vom vorgezeichneten Weg. Auch das ist noch kein besonders guter Grund, einen Film zu verreißen - wenn man etwas mag, will man mehr davon und pfeift auf die, die ständige Innovation predigen. Aber allzuviel gibts hier wirklich nicht fürs Geld, eine Doppelgängerkönigin und eine ganz nette Ben Hur-Hommage, aber viel Spannung hat die Dramaturgie nicht zu bieten, man spürt immer das Bestreben, die Fäden so zu legen, daß sie an den Anfang des Films von 1977 passen. Der war immerhin noch eine SciFi-Variante von John Fords The Searchers. Hier sitzt man mit einem kleinen Jungen im Cockpit und ballert rum. Das sagt eigentlich alles. |