Originaltitel: A Soldier's Daughter Never CriesUSA / GB 1998Regie: James Ivory![]() Thanks to http://merchantivory.comDrehbuch: James Ivory, Ruth Prawer Jhabvala (nach dem Roman "A Soldier's Daughter Never Cries" von Kaylie Jones)Kamera: Jean-Marc FabreDarsteller: Kris Kristofferson, Barbara Hershey, Leelee Sobieski, Jane Birkin, Dominique Blanc, Jesse Bradford, Harley Cross, Isaac de Bankolé, Macha Meril, Nathalie Richard, Anthony Roth Costanzo, Bob Swaim, Virginie LedoyenWer sich diesen Film anguckt, weil er mehr über James Jones wissen will (den Autor der Romanvorlage zu "Der schmale Grat"), wird enttäuscht sein. Es geht zwar um Jones, doch nur aus der Perspektive seiner Tochter. Ihr autobiographischer Roman bildet die Vorlage zu diesem Film. Im Original heißt er "Die Tochter eines Soldaten weint niemals". Es geht um die Kindheit und Jugend von Channe Willis (alias Kaylie Jones - die Namen wurden geändert), um ihre Identitätsprobleme als Tochter eines prominenten Schriftstellers. Wobei dieser von Kris Kristofferson als gütiger und verständnisvoller Übervater dargestellt wird - Probleme entstehen vor allem durch den Umzug von Europa in die USA, den nicht ganz legal adoptierten Bruder und den zu frühen Herztod des Vaters. Ehe und Familie des linksliberalen Schriftstellers werden dagegen als so vorbildlich, intakt und frei von Machtspielen geschildert, daß man sich manchmal fragt, wieso dieses Buch überhaupt geschrieben und dieser Film überhaupt gedreht wurde. Doch vielleicht gerade deshalb. Wie alle Filme des Teams Ivory / Merchant / Jhabvala braucht auch dieser keine spektakulären Ingredienzien, um mit präziser Beschreibung zu fesseln. |