Originaltitel: The HauntingUSA 1999Regie: Jan de Bont![]() Thanks to http://www.uip.deDrehbuch: David Self (nach dem 1959 erschienenen Roman The Haunting of Hill House von Shirley Jackson und der 1963 von Robert Wise inszenierten Verfilmung The Haunting, dt. Bis das Blut gefriert)Kamera: Karl Walter Lindenlaub (Cinemascope)Darsteller: Liam Neeson, Catherine Zeta-Jones, Owen Wilson, Bruce Dern, Lili Taylor, Marian Seldes, Alix Koromzay, Todd Field, Virginia Madsen, Michael Cavanaugh, Tom IrwinNach Mumien und Musketieren, Zorro und Vampiren wird nun auch der Kinomythos vom Gespensterschloss wiederbelebt. Ausgerechnet The Haunting von 1963 diente als Vorlage, der zugleich Klassiker und Höhepunkt des Genres war und doch dessen Regeln zuwiderlief. Denn in Robert Wises Film wurde nie klar, ob es sich nun wirklich um Gespenster oder nur um Einbildung handelte - zu sehen waren jedenfalls keine. Mit solcherlei Doppeldeutigkeit ist es heutzutage vorbei. Hier handelt es sich um Gespenster, sie sind auch zu sehen - und nicht zu knapp. Manchmal hat man den Eindruck, der Film sei nur deshalb gedreht worden, um den derzeitigen Stand der Tricktechnik zu demonstrieren: Gardinen verformen sich zu Gesichtern, holzgeschnitzte Putti verziehen angsterfüllt das Gesicht, Decken wölben sich drohend herab, das ganze Haus scheint zu leben. Von den Schauwerten her kann das Geisterschloss etwa mit der Mumie mithalten, von der Geschichte her nicht. Der erste Teil (Wissenschaftler versammelt eine Gruppe von Leuten an isoliertem Ort, um eine Studie über Hysterie anzufertigen) ist erkennbar nur ein Aufhänger, der zweite Teil mit dem Gespensterspuk des verstorbenen Schlossherrn mündet in ein schwülstiges Familiendrama. Schade, Jan de Bont - Speed und Twister waren um Klassen besser. |