I Am Love


Originaltitel: Io sono l'amore

Italien 2009

Regie: Luca Guadagnino



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Drehbuch: Luca Guadagnino, Barbara Alberti, Ivan Cotroneo, Walter Fasano (nach einer Story von Luca Guadagnino)

Kamera: Yorick Le Saux

Darsteller: Tilda Swinton, Flavio Parenti, Edoardo Gabbriellini, Alba Rohrwacher, Pippo Delbono, Maria Paiato, Diane Fleri, Mattia Zuccaro, Waris Ahluwalis, Gabriele Ferzetti, Marisa Berenson


Das hat man ja nun schon einige Male gesehen: eine Familienfeier in gehobenem Milieu, zu der man aus allen Himmelsrichtungen anreist und bei der unter der protzigen Oberfläche seelische Abgründe sichtbar werden. Tilda Swinton spielt die Hauptrolle als Ehefrau eines Industriellen, die sich mit den lesbischen Neigungen ihrer Tochter auseinandersetzen muss und sich unversehens auch selbst neu verliebt.

Das ist eigentlich schon alles, was man an Handlung präsentiert bekommt, und das ist leider etwas wenig für einen zweistündigen Film. Es gibt zwar gediegene Kameratableaus und einen exzellenten Score zu bewundern, aber das hilft einem kaum über die zäh fließende Handlung und die ewig langen Dialoge hinweg. Zumal der Wendepunkt zugleich ein Höhepunkt unfreiwilliger Komik ist: Tilda Swinton gerät beim Essen eines Garnelengerichts in erotische Verzückung und verliebt sich danach in den Koch. Nach zwei Stunden wirft der Industrielle seine Frau aus dem Haus, begleitet von atemloser Staccato-Musik packt sie flink die Koffer - doch jetzt, als endlich etwas Leben in den Film kommt, ist er auch schon zu Ende.