Verführung einer Fremden


Originaltitel: Perfect Stranger

USA 2007

Regie: James Foley



Thanks to http://imdb.com

Drehbuch: Todd Komarnicki (nach einer Story von Jon Bokenkamp)

Kamera: Anastas Michos

Darsteller: Halle Berry, Bruce Willis, Giovanni Ribisi, Gary Dourdan, Richard Portnow, Patti d'Arbanville, Clea Lewis, Nicki Aycox, Heidi Klum


Was da im Gewand eines Erotikthrillers daherkommt, ist nichts anderes als dreiste Publikumsverarschung.

Eine Frau recherchiert undercover im Milieu von Online-Partnerbörsen, um den Mörder ihrer Freundin zu überführen, die eine Affäre mit einem verheirateten Mann hatte und von diesem scheinbar ermordet wurde. Das Spiel mit Chatroom-Identitäten, das Phänomens des Sich-Online-Verliebens, der Prickel des heimlichen Bürochats - das wird halbwegs authentisch und amüsant dargestellt, doch der Rest ist purer Schwachsinn. Angefangen bei den beruflichen und familiären Verhältnissen des verheirateten Modezaren Bruce Willis über die magischen Fähigkeiten von Halle Berrys Hackerfreund bis hin zur Auflösung. Demnach hat Halle Berry ihre Freundin selbst ermordet und den ganzen Mördersuch-Klimbim nur veranstaltet, um der Polizei einen falschen Täter unterzuschieben. Das ist nicht nur extrem unwahrscheinlich und an den Haaren herbeigezogen, sondern der Film verstößt damit auch gegen das eherne Krimigesetz, wonach der Leser/Zuschauer nicht von der Hauptfigur betrogen werden darf.