Originaltitel: Mar adentroSpanien / Frankreich / Italien 2004Regie: Alejandro Amenábar![]() Thanks to http://www.imdb.comDrehbuch: Alejandro Amenábar, Mateo GilKamera: Javier AguirresarobeDarsteller: Javier Bardem, Belén Rueda, Lola Dueñas, Mabel Rivera, Celso Bugallo, Clara Segura, Joan Dalman, Alberto Jiménez, Tamar Noras, Francesc Garrido, José Maria PouDer spanische Horrorspezialist Alejandro Amenábar beschäftigt sich diesmal mit einer höchst realen Art des Horrors: Krankheit und Tod. Er erzählt die (reale) Geschichte eines vom Hals abwärts querschnittsgelähmten Spaniers, der seit 28 Jahren ans Bett gefesselt ist und nur noch den einen Wunsch hat: zu sterben. Kein einfacher Stoff, aber Amenábar gelingt es, gleichzeitig mehrere Spannungsfelder auszuloten und damit der Komplexität des Themas gerecht zu werden. Zum einen ist es natürlich die Problematik des Todes selbst, von dem wir alle ständig umgeben sind und den wir doch so gerne ignorieren, die Problematik des Abschied-Nehmen-Müssens. Das Thema der aktiven Sterbehilfe wird diskutiert, aus juristischer Sicht, aus christlicher Sicht (in der Gestalt eines ebenfalls querschnittsgelähmten Priesters präsentiert der Film einen ernst zu nehmenden Widerpart) und aus philosophischer Sicht. Einer der zentralen, mehrfach wiederholten Sätze lautet: "Das Leben ist ein Recht, keine Pflicht!" Und es geht nicht zuletzt um die Freunde und Verwandten des Gelähmten, die am meisten unter seinem Todeswunsch leiden, weil sie ihn lieben, aber auch, weil sie dadurch ihre eigenen Bemühungen um ihn geringschätzt sehen. |