Originaltitel: Laurel CanyonUSA 2002Regie: Lisa Cholodenko![]() Thanks to http://www.imdb.comDrehbuch: Lisa CholodenkoKamera: Wally PfisterDarsteller: Frances McDormand, Christian Bale, Kate Beckinsale, Natascha McElhone, Alessandro NivolaDer junge Harvard-Absolvent Sam zieht zusammen mit seiner Freundin Alex zu seiner Mutter in den Laurel Canyon bei Los Angeles, wo er eine Stelle in einem Krankenhaus antritt. Die Mutter ist eine Musikproduzentin und führt ein Leben wie damals zu Flower-Power-Zeiten, was dem Yuppie-Sohn äußerst peinlich ist, die designierte Schwiegertochter aber ziemlich neugierig macht. Das ist auch schon alles, worum es in dem Film geht, es genügt ihm, das Aufeinandertreffen der beiden unterschiedlichen Welten zu beschreiben und hütet sich davor, die Zuschauer mit banalen Schlussfolgerungen zu belästigen, wie es die hochbezahlten Drehbuchautoren in Hollywood zu tun pflegen. LAUREL CANYON ist aber eine Off-Hollywood-Produktion, ein Film aus Robert Redfords Sundance-Schule, ein Film über das richtige Leben und nicht über das, von dem Produzenten meinen, dass es dem Publikum als Bild von Amerika vorgesetzt werden soll. Beide Welten haben ihre guten und schlechten Seiten. Die Hippie-Mutter lebt intensiver, ist kreativer und hat wesentlich mehr Spaß. Der Preis dafür ist eine gewisse Einsamkeit und ab und an ein schlechtes Gewissen. Der Yuppie-Sohn tut beruflich etwas für die Gesellschaft und verzichtet seiner Freundin zuliebe auf eine Affäre mit der attraktiven Kollegin Sara, droht dafür in seinem geordneten Lebensgefängnis an Langeweile einzugehen. Dazwischen steht seine Freundin Alex, die die Plattenaufnahmen interessanter findet als ihre Dissertation und sich in eine Affäre mit dem Rockmusiker Ian hineinziehen läßt. Was sie mit einer Beziehungskrise bezahlt - aber nicht mit Reue. Denn das macht Lisa Cholodenko in ihrem zweiten Film klar: Wir haben alle das Recht darauf, Fehler zu machen, und wer dieses Recht nicht wahrnimmt, ist selbst schuld. |