Spun


Originaltitel: Spun

USA / Schweden 2002

Regie: Jonas Åkerlund



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Drehbuch: Will de los Santos, Creighton Vero

Kamera: Eric Broms

Darsteller: Jason Schwartzman, John Leguizamo, Mena Suvari, Peter Stormare, Deborah Harry, Eric Roberts, Chloe Hunter, Brittany Murphy, Mickey Rourke, Patrick Fugit, Elisa Bocanegra, Julia Mendoza, China Chow, Ron Jeremy, Billy Corgan


Danny Boyle hat in TRAINSPOTTING schon einmal ganz wertneutral gezeigt, wie es ist, das Leben mit harten Drogen. In SPUN (der Titel wird im Dialog einmal mit "Abtörn" übersetzt) wird das Junkie-Dasein ebenfalls nicht explizit verurteilt, aber es hat den letzten Rest von Chic verloren. In heruntergekommenen Wohnungen retten sich die rund zehn Hauptfiguren mit knapper Not von einem Flash zum nächsten und verbringen die Zeit dazwischen in schlafloser Unruhe, unterbrochen höchstens von trostlosen Sex-Episoden.

Formal ist SPUN ziemlich aufgepeppt, da zeigt sich Jonas Åkerlunds Vergangenheit als Musikclip-Regisseur, aber die Effekte passen. Die Musik (von dem ehemaligen Frontman der SMASHING PUMPKINS, Billy Corgan) ist fantastisch. Und inhaltlich ist SPUN ähnlich kompromisslos wie Larry Clarks KIDS - und in den USA genauso unpopulär. Als unrated durfte der Film in nur wenigen Kunstkinos gezeigt werden. Die Wahrheit wird in den USA eben sehr ungern zur Kenntnis genommen.