The Deep End


Originaltitel: The Deep End

USA 2001

Regie: Scott McGehee, David Siegel



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Drehbuch: Scott McGehee, David Siegel (nach dem 1947 erschienenen Roman THE BLACK WALL von Elisabeth Sanxay Holding)

Kamera: Giles Nuttgens (Cinemascope)

Darsteller: Tilda Swinton, Goran Visnjic, Jonathan Tucker, Raymond Barry, Josh Lucas, Peter Donat


Die Neuverfilmung eines Romans, den Max Ophüls schon Ende der 40er Jahre als THE RECKLESS MOMENT verfilmt hat. Unauffällig modernisiert (mit einer homosexuellen Bettgeschichte und Pornovideos) - und in jeder Beziehung bestechend umgesetzt:

"Lange hat man nicht mehr eine so gut gebaute, intelligente Geschichte mit einer differenzierten Frauenfigur jenseits der Vierzig im Kino gesehen. Kühl bis ans Herz hinan - an der Oberfläche beherrscht und ruhig wie der spiegelglatte Tahoe-See - überlagern Reflexe und jahrelang eingeübte Hausfrauen-Rituale das Gefühlschaos, das jetzt hinter Margarets Porzellan-Stirn tobt. Analytisch und präzise bis in die Fingerspitzen erspielt sich Tilda Swinton die Figur der schützenden Mutter und gibt ihrer Figur dabei fast heroische Züge. Raffiniert setzt Kameramann Giles Nuttgens die zahlreichen Nahaufnahmen von Swintons Gesicht in Beziehung zur Atmosphäre des Tahoe-Sees, der Margarets Emotionen widerzuspiegeln scheint. Immer wieder Wasser, eingesperrt in Beton, Glas oder Metall, im Swimmingpool, Aquarium oder gar im Bullauge einer Waschmaschine. Blau als beherrschende Farbe für Ruhe, Ordnung und Klarheit, in die das Rot von Alek Speras Corvette eindringt wie eine Warnung: vor Liebe, Sünde und Begehren. Dafür bekam DEEP END den begehrten Preis für die beste Kamera beim letztjährigen Sundance Festival." (Yorcker 27)