Originaltitel: Harry Potter and the Chamber of SecretsUSA 2002Regie: Chris Columbus![]() Thanks to http://www.imdb.comDrehbuch: Steve Kloves (nach dem gleichnamigen Roman von J.K. Rowling)Kamera: Roger Pratt (Cinemascope)Darsteller: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Kenneth Branagh, John Cleese, Robbie Coltrane, Warwick Davis, Richard Griffiths, Richard Harris, Jason Isaacs, Alan Rickman, Fiona Shaw, Maggie Smith, Julie Walters"Als fabulierfreudiges Unterhaltungsspektakel hat dieser zweite Teil zweifellos noch mehr zu bieten als der erste. Nachdem die wichtigsten Figuren, Schauplätze und Szenarien nunmehr eingeführt sind, kann er weit gelöster und gewitzter auf der Klaviatur der Variation spielen, kleine Gags für Eingeweihte einbauen und sich ausgiebiger auf das Setting einlassen: geradezu wunderbar sind die Flüge über Schloss Hogwarts mit all seinen Zinnen, Ländereien und Gewächshäusern, faszinierend die an Höhepunkten reiche Ausgestaltung kleinster Handlungselemente; die schrillen Alraunenwurzeln, Mutter Weasleys umwerfender Heuler, der mörderische Klatscher, der beim Quidditch Jagd auf Harry macht, der niedlich-skurrile Hauself Dobby - die spektakulären Szenen reihen sich geradezu nahtlos aneinander. Genüsslich goutiert man die süffig-verspielte Dekadenz und Selbstverliebtheit, die Kenneth Branagh als eitler Magier Lockhart an den Tag legt, worunter die zentrale Fabel um Lord Voldemort bemerkenswerter Weise nicht leidet; die bereits im Buch raffiniert gestaffelte Steigerung, die Harry sowie seine Freunde Hermine und Ron schrittweise näher an die Kammer des Schreckens heranbringt, funktioniert auch im Film: die flüsternde Stimme, die nur Harry hört, die versteinerten Opfer eines Unbekannten, schließlich Tom Riddles Notizbuch, das Harry zu einer packenden Zeitreise durch einen stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Film aufruft. Das Finale, der reißerische Kampf gegen die Riesenschlange, fällt dagegen als überlautes Effektspektakel ab, das vor allem nicht zur Essenz der Vorlage vordringt. Denn HARRY POTTER ist ja auch eine Fabel, die sich engagiert gegen jede Form von Elitarismus, Arroganz und Fremdenhass ausspricht, was sympathischer Weise auch der Film noch vermittelt." (Horst Peter Koll im film-dienst 24/02) |