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Wer sie in der UNERTRÄGLICHEN LEICHTIGKEIT DES SEINS gesehen hat, wird sie nicht wieder vergessen: Lena Olin, die attraktivste schwedische Filmschauspielerin seit Greta Garbo. Oft war sie nicht zu sehen seitdem, in Redfords PFERDEFLÜSTERER etwa oder in Polanskis NEUN PFORTEN, doch nie war sie wieder bigger than life - wer weiß, warum, vielleicht blickte ihr die Rolle in Kaufmans phänomenalem Film ganz tief ins Herz? Oder ist das nur für einen Fan die einfachste Erklärung?

Auch in CHOCOLAT sieht man nur das Handwerk, das sie zweifellos beherrscht. Der Film führt sie wieder mit Juliette Binoche zusammen, aber diesmal sind die Rollen klar verteilt: die Binoche als Engel mit Katalysator-Wirkung, für alle Bewohner des kleinen französischen Städtchens, auch für die Olin als frustrierte Ehefrau von Peter Stormare, die sich von ihm trennt, als sie wieder mal von ihm geschlagen wurde, und dann aufblüht, zur selbstbewußten Frau wird, die dann wenigstens wieder einen Teil ihres erotischen Flairs versprüht.

Eine hübsche - ja, schon fast - Altersrolle hat sie dann in HOLLYWOOD HOMICIDE als Wahrsagerin und heimliche Liebhaberin von Harrison Ford.