Die purpurnen Flüsse


Originaltitel: Les Rivières Pourpres

Frankreich 2000

Regie: Mathieu Kassovitz



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Drehbuch: Jean-Christophe Grangé, Mathieu Kassovitz (nach einem Roman von Jean-Christophe Grangé)

Kamera: Thierry Arbogast (Cinemascope)

Darsteller: Jean Reno, Vincent Cassel, Nadia Farès, Jean-Pierre Cassel, Karim Belkhadra, Didier Flamand, François Levantal, Francine Bergé, Dominique Sanda


Eine abgeschiedene Eliteuniversität in den französischen Alpen: einen spektakulären Schauplatz hat dieser Krimi von Mathieu Kassovitz, der so ganz anders ist als sein aufregender Debutfilm LA HAINE von 1995, einer harten, stilisierten Studie über Gewalt in den Vorstädten. Immerhin hart ist auch dieser Film, die Morde eines Serienkillers an verschiedenen Uni-Mitarbeitern sind überaus grausam, die Leichen werden ausführlich gezeigt.

Es geht um vielerlei: den inzestuösen Dünkel der Akademiker, die großartige Kulisse der Berge und Gletscher, die Figur des Einzelgänger-Cops, die Jean Reno mit stoischer Präzision bigger than life darstellt, fast auf den Spuren von Robert Mitchum. So macht es einigen Spaß, sich von der spannenden Geschichte fesseln zu lassen, die mit Jean Reno und Vincent Cassel zwei an unterschiedlichen Orten und Fällen arbeitende Cops zusammen- und an mehrere Orte voller gothic horror führt: in eine Familiengruft, eine Kellerkammer in einem Kloster zu einer Nonne, die ein "Finsternisgelübde" abgelegt hat, in eine Folterkammer mit einem Eimer voller abgeschnittener Hände, usw. Das sorgt für angenehmen Grusel, der allerdings gegen Ende von den nur mäßig witzigen Klischees des Buddy Movies abgelöst wird und einem übertrieben abstrusen Schluß entgegensteuert.