Originaltitel: Stir of EchoesUSA 1999Regie: David Koepp![]() Thanks to http://www.echoes-online.deDrehbuch: David Koepp (nach dem 1958 erschienenen Roman Stir of Echoes von Richard Matheson)Kamera: Fred MurphyDarsteller: Kevin Bacon, Kathryn Erbe, Ileanna Douglas, Zachary David Cope, Kevin Dunn, Conor O'Farrell, Liza Weil, Jennifer MorrisonAls wäre es die Fortsetzung von The Sixth Sense. Oder die Vorgeschichte, denn diesmal ist der kleine Junge, der mit Toten redet, erst fünf Jahre alt, vier Jahre jünger als in Shyamalans genialem Gespensterfilm. Diesmal ist nicht er, sondern sein Vater (der diese Gabe nach einer etwas zu intensiven Hypnose auch bekommen hat), das Problem. Er hat plötzlich Visionen und gerät völlig aus der Fassung, besessen davon, herauszufinden, was mit ihm los ist. Bis er erkennt, daß es eine Tote ist, die zu ihm spricht, die etwas von ihm will, nämlich die geheimnisvollen Umstände ihres Todes aufzuklären ... Auch Stir of Echoes ist ein sensationell guter Thriller. Nicht so metaphysisch wie The Sixth Sense, die übersinnlichen Aspekte sind nur Mittel zum Zweck, man nimmt sie so nebenbei in Kauf. In erster Linie handelt es sich um einen ungeheuer spannenden Thriller. Der konsequent aus der Perspektive des Vaters (Kevin Bacon) erzählt ist, no suspense, der Zuschauer weiß nicht mehr als die Figur - und damit wenig genug, um immer wieder überrascht zu werden. Erscheint der Horrortrip dabei anfangs wie eine Reise ins Innere, in die dunklen Abgründe des Unterbewußtseins, so kehrt sich der Blickwinkel im Lauf des Films mehr nach außen, auf das Umfeld eines Arbeiterviertels in Chicago. Und da erweist sich wieder einmal, wie in Invasion of the Body Snatchers zum Beispiel, daß das Genre des fantastischen Films bestens dazu geeignet ist, Gesellschaftskritik zu verpacken. Der wahre Horror steckt im Nachbarhaus, im engstirnigen Kastendenken der Kleinbürer, die für die Rettung von Heim und Ehre schon mal über Leichen gehen. |